Schmuckmarkt Zürich
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Der Schmuckmarkt Zürich ist das Ladengeschäft der Isler Handels AG an der Falkenstrasse 26, im dritten Stock eines Hauses in unmittelbarer Nähe des Bellevue-Platzes und des Bahnhofs Stadelhofen. Auf der eigenen Website nennt sich die Firma „Schmuckmarkt Zürich seit 1985" und beschreibt sich an anderer Stelle als ein seit über 35 Jahren bestehendes Schweizer Familienunternehmen, das im Schmuck- und Diamantenhandel tätig ist, seit über 35 Jahren an derselben Adresse. Geführt wird der Betrieb von Peter Isler als Geschäftsführer, laut Firmenangabe selbst Edelsteinexperte FGG/EG. Emil Isler, der Firmengründer, befasst sich laut eigener Aussage seit über 35 Jahren intensiv mit dem Schmuckgeschäft, und Sandra Isler betreut den Verkauf im Laden sowie den Auftritt der Firma auf der Online-Auktionsplattform Ricardo. Für ein Zürcher Publikum, das nicht zwingend an der Bahnhofstrasse suchen will, ist das eine der wenigen Adressen in Bellevue-Nähe, an der Secondhand-Schmuck nicht einfach zugekauft, sondern im eigenen Betrieb angekauft und danach wieder verkauft wird.
Das eigentliche Kerngeschäft ist der Ankauf. Isler kauft Goldschmuck (ganz oder defekt), Altgold, Zahngold, Goldmedaillen, Goldvreneli und kleine Goldbarren sowie hochwertigen Schmuck direkt von Privatpersonen an, dazu, laut der eigenen Erbschaftsseite, von Erbengemeinschaften, Willensvollstreckern, Ämtern, Rechtsanwälten, Treuhandbüros, Banken und Versicherungen aus der ganzen Schweiz. Aus genau diesem Ankauf stammt der Secondhand-Schmuck, den die Firma laufend unter dem Titel „Second Hand Schmuck" auf ihrer Website anbietet, mit dem Slogan „Diamanten für jedes Portemonnaie". Zum Zeitpunkt der Recherche standen dort unter anderem ein Rubin-Brillant-Ring, ein Brillantring, ein Saphirring, eine Brillantbrosche, Perlen-Brillant-Ohrringe und eine Schmetterlings-Brosche, zu Preisen von CHF 890, CHF 1950, CHF 2100 und CHF 2350. Mehrere Stücke waren zu diesem Zeitpunkt als „reserviert" oder „verkauft" markiert, was zeigt, dass sich die Auswahl laufend dreht statt als starres Archiv liegen zu bleiben. Für jemanden, der einen gebrauchten Ring mit Geschichte sucht statt eines fabrikneuen Solitärs, ist genau das der Reiz: Ein Rubin-Brillant-Ring oder ein Saphirring aus zweiter Hand kann pro Karat deutlich günstiger sein als ein vergleichbares neues Stück, gerade weil er über den Ankauf statt über den Neuwaren-Einkauf ins Sortiment kam.
Was den Schmuckmarkt von einem reinen Online-Ankäufer unterscheidet, ist die Fachkompetenz vor Ort. Die Firma bezeichnet sich auf ihrer Erbschaftsseite als „ausgebildete Gemmologen FGG/EG (Diamant-Gutachter und Edelstein-Experten)" und verweist auf eigene Präzisionsapparaturen zur Bestimmung und Wertermittlung von Edelsteinen. Laut Firmenangabe gibt genau das dem Verkäufer zusätzliche Sicherheit, weil dieselbe Stelle, die einen Stein fachlich beurteilt, ihn auch effektiv ankauft, statt die Bewertung an einen externen Gutachter auszulagern. Die Firma wurde ausserdem vom Konsumentenmagazin Saldo getestet: In diesem Test bot sie 2008 für eine Goldkette laut eigener Darstellung „fast doppelt soviel wie der schlechteste Ankäufer". Ein Beitrag über den Betrieb lief zudem in der Sendung cash TV im Schweizer Fernsehen, ohne dass die Website ein Ausstrahlungsdatum dazu nennt. Auf den gängigen Bewertungsportalen sammelt Isler durchwegs hohe Noten: 4.9 von 5.0 bei 134 Google-Rezensionen, 5.0 von 5 bei 83 Bewertungen auf Local.ch und, laut eigener Angabe, über 4000 positive Kundenbewertungen auf Ricardo, ohne eine einzige negative. Diese Zahlen stammen von drei unabhängigen Portalen statt von einer einzigen Quelle, was sie aussagekräftiger macht als eine reine Eigenwerbung, auch wenn die Ricardo-Zahl von der Firma selbst stammt und nicht unabhängig gegengeprüft werden konnte.
Wie der Ablauf für Verkäufer funktioniert
Für wen umgekehrt Schmuck zu verkaufen ist, hält Isler den Zugang bewusst niederschwellig. Wer nur einen kleinen Nachlass mit ein paar Schmuckstücken einschätzen lassen will, kann laut Firmenangabe ohne Voranmeldung jeweils dienstags, mittwochs oder donnerstags zwischen 13 und 17 Uhr vorbeikommen; ausserhalb dieser Zeiten gilt Terminvereinbarung. Die Offerte selbst ist mündlich, und laut der Erbschaftsseite sind Ankaufsofferten für Schmuck aus Erbschaften und aus Privatverkäufen gratis, „wenn unser Aufwand nicht mehr als eine halbe Stunde beträgt". Wer sich zum Verkauf entschliesst, bekommt den offerierten Betrag laut eigener Aussage sofort in bar ausbezahlt oder auf ein Konto seiner Wahl überwiesen. Einen fixen Ankaufspreis, eine Mindestsumme oder eine Provision nennt die Website nirgends, was sich naturgemäss auch nicht pauschal beziffern lässt, weil jedes Stück einzeln bewertet wird. Das Ladengeschäft selbst liegt im dritten Stock, was für zufällige Laufkundschaft an der Falkenstrasse weniger sichtbar ist als ein ebenerdiges Schaufenster, doch die Kontaktseite nennt Adresse, Telefonnummer 044 262 31 88 und ein Kontaktformular klar und ohne Umwege.
Wie er sich einordnet
Wer in Zürich einen Ring aus zweiter Hand sucht, hat im Grunde zwei Wege: die grossen Häuser an der Bahnhofstrasse, die gelegentlich auch Vintage- oder Nachlassstücke im Sortiment führen, oder einen spezialisierten Ankäufer wie den Schmuckmarkt, dessen ganzes Geschäftsmodell auf dem laufenden Ankauf von Privatpersonen aufbaut statt auf einem kuratierten Einkauf über den Grosshandel. Der Unterschied liegt in der Grössenordnung: Isler ist ein Familienbetrieb mit drei namentlich genannten Personen in der Führung, kein Haus mit eigener Werkstatt und mehreren Filialen. Das zeigt sich auch im Sortiment, das die Firma selbst als bewusst klein beschreibt: „eine kleine Auswahl unseres interessanten Angebotes an Schmuck aus zweiter Hand." Wer eine grosse Auswahl an Fassungen und Ringgrössen zum direkten Anprobieren sucht, wird hier seltener fündig als bei einem grossen Haus. Wer stattdessen bereit ist, die Website über mehrere Besuche zu verfolgen und im richtigen Moment zuzugreifen, profitiert von der ständigen Rotation und vermutlich auch vom tieferen Overhead eines Betriebs, der seinen eigenen Ankauf als Warenquelle nutzt statt Ware zuzukaufen.
Für wen sich der Schmuckmarkt eignet
Am besten passt der Schmuckmarkt zu zwei sehr unterschiedlichen Zürcher Zielgruppen. Die einen suchen selbst einen Secondhand-Ring oder ein einzelnes Schmuckstück zu einem Preis deutlich unter dem, was ein vergleichbarer neuer Stein bei einem grossen Juwelier kosten würde, und nehmen dafür in Kauf, dass die Auswahl klein ist und Stücke laufend reserviert oder verkauft werden, bevor man sie besichtigen kann. Die anderen haben selbst Familienschmuck, Altgold oder eine kleine Erbschaft zu verkaufen und schätzen, dass sie ohne Termin an drei Nachmittagen pro Woche vorbeikommen können und dort eine mündliche, gratis Einschätzung von jemandem bekommen, der sich als ausgebildeter Gemmologe FGG/EG auch fachlich auskennt. Für beide Gruppen ist die Lage praktisch: in unmittelbarer Nähe von Bellevue und Bahnhof Stadelhofen, mitten in der Stadt statt in einem Gewerbegebiet am Stadtrand.
Das Fazit
Der Schmuckmarkt Zürich ist ein glaubwürdiger, seit 1985 aktiver Anlaufpunkt für alle, die entweder Schmuck secondhand kaufen oder verkaufen möchten, mit einer Fachkompetenz, die durch einen Saldo-Test und drei unabhängige Bewertungsportale gestützt wird statt nur behauptet zu werden. Der echte Wermutstropfen für sicherheitsbewusste Käufer: Zu den einzelnen Secondhand-Stücken auf der Website veröffentlicht die Firma keine Herkunftsnachweise oder Zertifikate, anders als es der Kategorie hier eigentlich entspricht, sodass Interessenten für Details zur Provenienz eines bestimmten Rings direkt im Geschäft nachfragen müssen statt sie online zu finden. Das ist kein Grund, den Betrieb zu meiden, aber ein guter Grund, bei einem teureren Stück gezielt nachzufragen, bevor man sich entscheidet.