Arena in Arte

Marktgasse 2, Dübendorf ZH · dal 2007

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Arena in Arte ist ein familiengeführtes Goldschmiede-Atelier an der Marktgasse 2 in Dübendorf, direkt gegenüber der dortigen Migros und mit Parkplätzen in deren Tiefgarage. Wer aus Kloten, Wallisellen, Opfikon oder sonst irgendwo im Glattal kommt, muss dafür nicht in die Innenstadt: Dübendorf liegt am nordöstlichen Rand der Zürcher Agglomeration, näher am Flughafenkorridor als an der Bahnhofstrasse. Auf der eigenen Seite tritt das Haus trotzdem unter dem Titel "Goldschmied Zürich" auf, sucht also bewusst Kundschaft aus der ganzen Region und nicht nur aus der eigenen Gemeinde. Das Geschäft nennt sich selbst ein "familiengeführtes Schweizer Atelier für exklusive Juwelierkunst" mit "zeitloser Tradition seit 2007", geführt von Oliver Arena als Juwelenfasser und Christian Arena als Goldschmied, die zusammen auf über 50 Jahre kombinierte Erfahrung verweisen.

Praktisch für einen Besuch: Das Geschäft an der Marktgasse 2, Postleitzahl 8600, ist laut eigenen Angaben Dienstag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr und Samstag von 9 bis 16 Uhr geöffnet, montags und sonntags bleibt zu. Wer vorher anrufen will, erreicht das Atelier unter der Nummer +41 44 821 60 40 oder per E-Mail, für die "Private Beratung" gibt es zusätzlich ein Kontaktformular, über das sich laut Bestätigungstext jemand persönlich zurückmeldet, ohne dass die Seite sagt, wie lange das dauert oder ob die Beratung etwas kostet.

Das Kernangebot heisst "Unikate & Signaturstücke": Einzelanfertigungen statt Katalogware. Auf der Website sind Trauringe in Rotgold 750, Weissgold 750, Gelbgold 750 und Palladium 950 aufgeführt, mit Preisen ab 2690 Franken bis hinauf zu 32900 Franken für die aufwendigeren Stücke. Jede Neuanfertigung wird laut Website individuell kalkuliert, auf Basis des aktuellen Goldkurses und abgestimmt auf die gewünschte Ringgrösse, was bei einem Rohstoff mit täglich schwankendem Preis ehrlicher ist als ein starrer Katalogpreis. Je nach Modell nennt die Produktseite unterschiedliche Lieferzeiten: einzelne Positionen mit 2 bis 3 Wochen, andere mit 3 bis 4 Wochen, wieder andere mit 6 bis 8 Wochen, ohne dass sich von aussen sagen liesse, welche Angabe zu welchem Ring gehört. Eine feste Garantiedauer oder ein Nachbetreuungsversprechen für Grössenänderung Jahre später nennt die Seite nicht, dazu findet man dort nichts Konkretes, wer das wissen will, muss vor Ort nachfragen.

Was auffällt: Arena in Arte wirbt damit, ausschliesslich Ökogold zu verwenden. Die konfliktfreie Herkunft werde von einem RJC-zertifizierten Lieferanten garantiert, RJC steht für den Responsible Jewellery Council, laut eigener Beschreibung eine unabhängige, in der Branche anerkannte Organisation. Ein Zertifizierungsjahr oder eine Zertifikatsnummer nennt die Seite dazu nicht, das Versprechen bleibt allgemein gehalten und lässt sich von aussen nicht auf ein bestimmtes Datum festnageln. Wer eine belegbare Jahreszahl zur Zertifizierung sucht, findet sie auf dieser Seite jedenfalls nicht, auch wenn das Prinzip selbst plausibel und in der Schmuckbranche verbreitet ist.

Handwerk am eigenen Tresen

Die Unterseite zur Fertigung trägt den Titel "Hand Made, in House" und wird ergänzt durch "Made in Switzerland, Schmuck aus Schweizer Handarbeit". Das deckt sich mit dem Familienbetrieb-Bild: Es liest sich so, dass hier tatsächlich am eigenen Tresen gearbeitet wird und nicht nur verkauft, was anderswo gefertigt wurde. Wo Oliver oder Christian Arena ihre Lehre gemacht haben, steht auf der Website allerdings nirgends, das bleibt unbelegt und wird hier bewusst nicht behauptet. Für Leserinnen und Leser, denen die Ausbildungsstation des Goldschmieds wichtig ist, bleibt das eine offene Frage, die man am Telefon klären müsste. Gerade das unterscheidet den Blick von hier vom Blick der Schwesterseite für internationales Publikum: Dort zählt vor allem, dass überhaupt auf Englisch beraten wird und die Preise in Franken transparent ausgewiesen sind. Für ein Schweizer Paar zählt eher, ob am Tresen wirklich gefeilt und gelötet wird oder nur verkauft, und ob im Streitfall jemand vor Ort greifbar ist statt nur eine Kontaktadresse im Impressum.

Altgold direkt vor Ort

Neben Neuanfertigungen kauft Arena in Arte auch Altgold direkt vor Ort an, konkret Goldschmuck, Erbstücke, Bruchgold, Goldmünzen und Zahngold. Der Ablauf laut Website: Der Edelmetallgehalt wird bestimmt, der Wert anhand des aktuellen Goldpreises berechnet, der Gold-Test findet vor den Augen der Kundschaft statt, und die Auszahlung erfolgt danach sofort. Das Geschäft ist zudem beim Bundesamt für Zoll- und Grenzsicherheit für den Ankauf von Altedelmetall registriert. Eine Mindestmenge, einen Mindestpreis oder eine Gebühr nennt die Seite nicht, wer konkrete Zahlen zum eigenen Schmuckstück will, muss auch hier persönlich vorbeikommen.

Wie das Haus einzuordnen ist

Verglichen mit einem Flagship an der Bahnhofstrasse ist Arena in Arte klar kleiner zugeschnitten: ein einzelnes Ladengeschäft in einer Agglomerationsgemeinde statt eine grosse Adresse mitten in der Zürcher Innenstadt. Genau das macht die Adresse für einen Teil der Leserschaft interessant, nämlich für alle, die ohnehin im Glattal wohnen oder arbeiten und keinen Grund haben, für einen Trauring extra in die Innenstadt zu fahren. Die Website selbst bestätigt das Trauring-Angebot klar und mehrfach, im Seitentitel, in der Navigation und im Sortiment der Einzelstücke, das ist bei kleineren Adressen in der Region nicht immer selbstverständlich. Unabhängig von der eigenen Website findet sich der Betrieb auch auf local.ch unter der Rubrik Goldschmied mit 5 von 5 Sternen, allerdings nur bei 3 Bewertungen. Genug, um zu sehen, dass niemand etwas Negatives hinterlassen hat, zu wenig, um daraus einen verlässlichen Trend abzuleiten. Diese Rubrik bewertet Betriebe im Glattal und Unterland danach, wie fest sie am Ort verankert sind und wie klar sie ein Trauring-Angebot bestätigen, nicht danach, ob die Adresse an der Bahnhofstrasse liegt. Bei Arena in Arte passt beides zusammen: ein Betrieb, der sich selbst auf 2007 zurückführt, zwei Namensträger der Familie Arena in der Geschäftsführung und ein Sortiment, das Trauringe schon im Seitentitel nennt statt erst im Kleingedruckten. Ob das Geschäft die ganzen 19 Jahre seit 2007 an derselben Marktgasse-Adresse war, sagt die Website nirgends, nur dass die Firma selbst auf dieses Jahr zurückgeht.

Für wen sich der Weg lohnt

Arena in Arte eignet sich für Paare, die einen Trauring lieber bei einem Familienbetrieb in Auftrag geben als bei einer grossen Kette, die den Ökogold-Gedanken ernst nehmen, ohne auf ein Echtheitszertifikat mit Jahreszahl zu bestehen, und die geografisch näher an Dübendorf, Wallisellen oder dem Flughafen wohnen als an der Bahnhofstrasse. Wer stattdessen unbedingt wissen will, wo der Goldschmied gelernt hat oder welche Garantie im Streitfall gilt, bekommt diese Antworten nicht von der Website, sondern nur im Gespräch vor Ort. Das ist die einzige nennenswerte Lücke an einem sonst soliden, klar beschriebenen Angebot mit echten Preisen, echten Lieferzeiten und einem Altgold-Ankauf, der ohne Umwege funktioniert. Für den Zweck dieser Liste, ein Trauring-Angebot mit erkennbarer Verankerung im Glattal, erfüllt Arena in Arte das klar und verdient seinen Platz.

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