Lauener Uhren und Schmuck Zug
Tap a star to rate
Lauener Uhren und Schmuck liegt unter den Arkaden der Bahnhofstrasse in der Zuger Altstadt, wenige Gehminuten vom Bahnhof und von nahen Parkhäusern entfernt, so beschreibt es der Betrieb selbst auf seiner Kontaktseite. Es ist kein reiner Trauring-Laden, sondern ein Fachgeschäft für Uhren und Schmuck mit einer eigenen Trauringe-Sektion und einem eigenen Sonderanfertigungsservice, beide mit eigener Unterseite auf der Firmenwebsite. Für ein Paar, das an einem Nachmittag mehrere Zuger Adressen abklappern will, liegt das praktisch: mitten auf der Bahnhofstrasse, ohne Terminpflicht für den ersten Blick in die Vitrinen.
Die Familiengeschichte reicht deutlich weiter zurück als der Zuger Standort selbst, und genau da lohnt sich Genauigkeit. 1886 eröffnete der gelernte Uhrmacher Karl Lauener in Altdorf im Kanton Uri seine erste Werkstatt. 24 Jahre später übernahm mit Josef Lauener die nächste Generation, brachte ein eigentliches Uhrengeschäft dazu und zog mit der Firma an die Schmiedgasse direkt neben das Telldenkmal, wo neben Uhren jeder Grösse auch Schmuck und optische Geräte verkauft wurden. 1960 begann die Wirkungszeit von Carlo Lauener, eidgenössisch diplomiertem Uhrmachermeister mit Erfahrung im In- und Ausland, unter dem der Name Lauener im Kanton Uri und darüber hinaus bekannt wurde. 1983 eröffnete Annamarie Lauener, selbst gelernte Uhrmacherin, in vierter Generation das Geschäft am heutigen Standort im Herzen von Zug. Der Betrieb bezeichnet sich auf seiner Über-uns-Seite heute als Familienunternehmen in fünfter Generation und als seit über 30 Jahren in Zug etabliert. Wer die fünfte Generation konkret stellt, nennt die Seite nicht beim Namen, nur dass Annamarie Lauener das Geschäft mit Leidenschaft führt. Zug ist damit die jüngere Station einer Familientradition, die in Uri begann, nicht deren Ursprung, ein Unterschied, der sich bei einem Betrieb, der stark mit seiner Geschichte wirbt, festzuhalten lohnt.
Was man im Laden findet
Auf der Uhrenseite führt Lauener Aerowatch, Certina, Rado, Ebel und Tissot. Beim Schmuck ist die Markenliste breiter: Capolavoro, Cammilli, Frank Trautz, Gellner, Jörg Heinz, Meister, A. Odenwald, Pfalzer, Trollbeads, DoDo Schmuck, Bernd Wolf und Silhouette, dazu eine eigene Rubrik für besondere Stücke. Wer nach Verlobungs- oder Trauringen sucht, findet dafür eine eigene Trauringe-Sektion mit dem Titel «Ja, ich will!», in der aktuell die Marke Meister und die Linie Dia D'Oro geführt werden. Meister beschreibt auf der eigenen Markenseite eine Ringmacher-Tradition von drei Generationen. Das ist die Geschichte des Ringherstellers selbst, nicht identisch mit den fünf Generationen der Familie Lauener, die den Laden führt, auch wenn beide Zahlen im selben Abschnitt naheliegen könnten.
Was heraussticht
Der eigene Sonderanfertigungsservice ist gleich auf zwei Unterseiten dokumentiert. Unter «Anfertigungen» heisst es wörtlich, man entwerfe für die Kundschaft ein persönliches Schmuckstück nach deren Wünschen, Ideen und Vorstellungen, ausgeführt von der hauseigenen Goldschmiedin mit hochwertigen Materialien. Auf der allgemeinen Schmuckseite wird derselbe Punkt wiederholt: individuelle Stücke lassen sich nach eigenen Vorstellungen von der «versierten Goldschmiedin» kreieren und anfertigen. Wichtig für die Genauigkeit: Diese Goldschmiedin ist nicht dieselbe Person wie Annamarie Lauener, die die Seite ausdrücklich als gelernte Uhrmacherin beschreibt. Uhrmacherei und Goldschmiedehandwerk sind zwei getrennte Ausbildungen, und der Sonderanfertigungsservice läuft über die Goldschmiedin des Hauses, nicht über die Geschäftsführung. Wer ein Unikat in Auftrag geben will, vereinbart dafür laut Website telefonisch einen Termin oder kommt direkt an der Bahnhofstrasse vorbei. Eine Online-Buchung oder einen Richtpreis nennt die Seite nicht. Dazu kommt ein Gravurservice für Uhren- und Schmuckstücke sowie, laut Über-uns-Seite, ein Reparatur-, Batterie- und Ersatzteilservice, ausdrücklich auch nach dem Kauf. Konkrete Garantiefristen oder Preise für diesen Service veröffentlicht die Website nicht, weshalb sich das an dieser Stelle nur so festhalten lässt, nämlich als ungenannt, nicht etwa als kostenlos oder zeitlich begrenzt.
Wie es organisiert ist
Das Geschäft liegt unter den Arkaden der Bahnhofstrasse, wenige Gehminuten vom Bahnhof und von Parkhäusern entfernt, mitten in der Zuger Altstadt. Die Öffnungszeiten sind auf allen Unterseiten identisch angegeben: montags 13.30 bis 18.30 Uhr, dienstags bis freitags 08.30 bis 12.15 Uhr und 13.30 bis 18.30 Uhr, samstags 08.30 bis 17.00 Uhr, sonntags geschlossen. Wer am Montagvormittag vorbeigehen will, findet also verschlossene Türen, ein Detail, das sich für einen kurzen Zuger Ausflug lohnt vorher zu prüfen. Für Beratungen bietet das Verkaufsteam laut eigener Aussage auf Wunsch auch Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch an, zusätzlich zum Deutschen, was für ein Paar mit Wurzeln in der Romandie oder im Tessin ebenso praktisch sein kann wie für alle anderen.
Im Vergleich
Innerhalb der Zuger Altstadt-Juweliere sticht die Kombination aus einer Familientradition, die bis ins Jahr 1886 zurückreicht, und einem lokalen Standort von über 30 Jahren heraus, eine Kombination, die nicht jeder Nachbarbetrieb vorweisen kann. Anders als bei einem Geschäft, bei dem eine einzelne Goldschmiedin oder ein einzelner Goldschmied auch der Namensgeber ist, bleibt bei Lauener der Familienname auf dem Schild an vier konkret genannte Generationen gebunden, während die aktuell tätige Goldschmiedin für die Sonderanfertigungen auf der Website ungenannt bleibt. Das ist kein Makel, aber ein Unterschied, der zählt, wenn einem wichtig ist, wessen Hände am eigenen Ring arbeiten. Praktisch lässt sich der Besuch gut mit anderen Adressen im selben Zuger Quartier verbinden, da alle fussläufig um dieselbe Altstadt liegen.
Für wen es passt
Lauener passt zu einem Paar, das an einem Zuger Nachmittag mehrere Adressen vergleichen will und dabei sowohl eine fertige Trauring-Kollektion als auch die Option einer Sonderanfertigung an derselben Bahnhofstrasse-Adresse offenhalten möchte, ohne für jeden Schritt in eine andere Stadt zu fahren. Es passt ebenso zu jemandem, der die eigene Idee für einen Ring nicht online konfigurieren, sondern am Werktisch besprechen will. Wer lieber zuerst online einen Blick auf Preise oder verfügbare Ringgrössen wirft, findet auf der Website davon nichts, ein Telefonanruf oder ein Besuch vor Ort ist hier nötig.
Fazit
Lauener Uhren und Schmuck ist ein solider, gut dokumentierter Fall für eine Zuger Adresse mit echter Geschichte: eine Familie, die seit 1886 im Uhren- und Schmuckgeschäft tätig ist, seit 1983 mit einem eigenen Standort in Zug, dazu eine eigene Trauringe-Sektion und ein eigener Sonderanfertigungsservice über die hauseigene Goldschmiedin. Die beiden echten Lücken sind, dass die Seite die aktuelle fünfte Generation nicht namentlich benennt und weder Preise noch Garantiebedingungen veröffentlicht. Für ein Paar, das sich lieber vor Ort beraten lässt als online zu vergleichen, ist das kein Hindernis, eher ein Hinweis darauf, dass hier persönliche Beratung ernst genommen wird.