Lesunja Fine Jewellery

Lagerstrasse 42, Europaallee, Zürich (auch St. Moritz) · seit 2006

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Was Lesunja ist

Lesunja Fine Jewellery ist ein Juwelier und Goldschmiede-Betrieb mit zwei eigenen Adressen in der Schweiz, einem Laden mit Werkstatt an der Europaallee in Zürich und einer zweiten Boutique in St. Moritz. Hinter der Marke steht das Goldschmiede-Ehepaar Lisa und Robi Fedjuschina, das laut dem Zürcher Modemagazin Fashionpaper seit 2006 unter dem Künstlernamen Lesunja arbeitet, ursprünglich mit einem eigenen Atelier an der Josefstrasse 77. Im Dezember 2013 kam die zweite Niederlassung dazu, direkt hinter dem Hauptbahnhof an der Lagerstrasse 42, wo der Betrieb bis heute zu finden ist. Im aktuellen Adressbuch der Marke taucht die alte Josefstrasse-Adresse nicht mehr auf, wohl aber die Europaallee und St. Moritz, weshalb sich dieser Text auf die beiden heute belegten Standorte stützt.

Was man bei Lesunja bekommt

Im Zentrum steht handgefertigter Schmuck: Ringe, Armschmuck, Halsketten und Ohrschmuck, dazu ein eigener Bereich für Herrenschmuck mit Manschettenknöpfen, Siegelringen und einer eigenen Zürich- sowie Skyline-Kollektion. Wer einen losen Diamanten sucht, kann diesen laut eigenen Angaben direkt mit der Goldschmiedin Lisa Lesunja besprechen und in ein individuelles Stück fassen lassen, statt nur zwischen fertigen Ringen zu wählen. Für alle, die den ökologischen Fussabdruck kleiner halten wollen, führt die Seite zusätzlich im Labor gezüchtete Diamanten, die nach eigener Aussage mit denselben Zertifizierungsstandards geprüft werden wie natürlich gewachsene Steine. Eine eigene St. Moritz-Kollektion mit dem Sonnenmotiv des Kurorts und eine Zodiac-Linie mit Tierkreiszeichen zeigen, dass die Entwürfe konkrete Bezüge zur eigenen Geschichte und zu den Standorten haben, statt austauschbarer Massenware zu sein.

Verlobung und Trauring als eigenes Thema

Verlobungs- und Trauringe sind bei Lesunja kein Nebenprodukt, sondern ein eigener Menüpunkt mit mehreren Unterkategorien: Eternity-Ringe, Solitär-Ringe, ein Diamantratgeber sowie bei den Eheringen die Linien Classics, Sepia und Structure, dazu Sets für beide Partner. Ein Online-Ring-Builder erlaubt es, Fassung, Stein und Goldfarbe selbst zusammenzustellen und vorab am eigenen Finger anzuprobieren. Wer es handwerklicher mag, kann in der Zürcher Werkstatt einen Kurs buchen und den eigenen Ehering unter fachkundiger Anleitung der Goldschmiede selbst schmieden. Zu jedem Verlobungs- oder Ehering gehört laut Website ein Echtheitszertifikat für die verwendeten Edelmetalle und Steine. Das Gold ist nach eigener Aussage recycelt und stammt aus Fairtrade-Quellen, was für ein Quartieratelier dieser Grösse keine Selbstverständlichkeit ist.

Wie das Atelier arbeitet

Laut Fashionpaper entsteht jedes Einzelstück in bis zu 200 Arbeitsstunden im eigenen Atelier, von der Idee bis zum fertigen Ring. Das deckt sich mit dem, was die eigene Seite über die persönliche Beratung schreibt: Kundinnen und Kunden bekommen einen Termin bei der Goldschmiedin selbst, in Zürich, in St. Moritz oder online, statt nur mit einer Verkaufsperson im Laden zu sprechen. Was die Website nicht sagt, ist, wo Lisa und Robi Fedjuschina ihre Goldschmiede-Lehre gemacht haben. Dass die Arbeit tatsächlich an der eigenen Werkbank stattfindet und nicht nur eingekauft und weiterverkauft wird, ist dagegen gut belegt, über die genannten Arbeitsstunden ebenso wie über den angebotenen Trauring-Schmiedekurs vor Ort.

Zwei Adressen, unterschiedliche Rollen

Der Laden an der Europaallee, Lagerstrasse 42, CH-8004 Zürich, hat von Montag bis Freitag von 11 bis 19 Uhr und samstags von 11 bis 18 Uhr geöffnet, sonntags und an allgemeinen Feiertagen bleibt er zu. Telefonisch ist das Team unter +41 78 266 96 71 erreichbar, per Mail unter goldschmiede@lesunja.ch. Diese Angaben stimmen zwischen der eigenen Website und dem offiziellen Verzeichnis der Europaallee überein, was die Zuverlässigkeit der Daten stützt. In St. Moritz, an der Plazza Da Scoula 10, 7500 St. Moritz, öffnet die Boutique von Donnerstag bis Samstag von 11 bis 18 Uhr, ausserhalb der Saison nur nach Vereinbarung, erreichbar unter +41 764407477 oder art@lesunja.ch. Für ein Paar, das die Verlobung ohnehin im Engadin plant, liegt ein Abstecher zur St. Moritzer Boutique nahe, ohne dafür extra einen Termin in Zürich zu brauchen. Darüber hinaus ist Lesunja-Schmuck laut eigenen Angaben im Kulm Hotel und im Grace Hotel in St. Moritz sowie im Duty-free-Angebot an Bord der Fluggesellschaft Swiss erhältlich, dazu bei Gallery Psyche in Paris, 18 Rue du Pont Louis-Philippe, 75004.

Preise ohne Touristenaufschlag

Die Website zeigt Preise offen, ohne die übliche Floskel "auf Anfrage": Ein silberner Zodiac-Armreif liegt bei SFr. 300, eine der drei Farbvarianten der hauseigenen Mountain-Watch-Uhr bei SFr. 2900, ein Platinring mit 3,59 Karat weissen Diamanten bei SFr. 39,000. Wer online bestellt, bekommt die Sendung laut Versandrichtlinie innerhalb der Schweiz in 2 bis 3, innerhalb Europas in 3 bis 5 und weltweit in 7 bis 10 Werktagen zugestellt, versichert über FedEx. Was die Website dagegen nicht sagt: eine konkrete Gewährleistungsdauer oder eine Regelung für eine spätere Ringgrössenänderung sucht man vergeblich, verbrieft ist lediglich das erwähnte Echtheitszertifikat für Material und Steine. Wer das für die eigene Verlobung wichtig findet, sollte vor dem Kauf gezielt nachfragen statt sich auf eine stillschweigende Kulanz zu verlassen.

Was uns auffiel

Ein paar Kleinigkeiten trüben den sonst soliden Auftritt, ohne etwas am eigentlichen Handwerk zu ändern. Auf der Unterseite "Retail Shops" steht noch Lorem-Ipsum-Platzhaltertext samt einer erfundenen Nummer 0900-78601, ein liegen gebliebener Rest aus dem Shopify-Theme, während die echten Kontaktdaten auf der Terminseite korrekt und mit dem Verzeichnis der Europaallee übereinstimmend hinterlegt sind. Die About-Seite beschreibt Lisa Lesunja so, als arbeite sie allein an der Fassung jedes Stücks, während der Fachartikel von 2013 ausdrücklich ein Ehepaar als Gründer nennt. Heute stellt die Marke sichtbar die Person Lisa in den Vordergrund. Dieselbe About-Seite erwähnt zusätzlich einen dritten Laden in New York, der auf keiner Kontakt- oder Terminseite mehr auftaucht, weshalb wir uns in diesem Text bewusst auf die beiden belegten Adressen in Zürich und St. Moritz beschränken. Das ist kein Grund, einen Bogen um den Betrieb zu machen, aber ein Hinweis darauf, dass die Website nicht überall gleich sorgfältig aktuell gehalten wird.

Für wen sich der Weg lohnt

Lesunja passt zu einem Paar, das seinen Ring nicht von der Stange will und bereit ist, für ein handgefertigtes Stück zur Europaallee statt zur Bahnhofstrasse zu gehen: weniger Schaufensterbummel und Touristentrubel, dafür ein Betrieb, dessen Handwerksidee seit 2006 unverändert ist und der Anfertigungen direkt mit der Goldschmiedin selbst bespricht. Wer die Verlobung mit einem Ausflug ins Engadin verbindet, kann die St. Moritzer Boutique gleich mitnehmen, statt eigens dafür nach Zürich zu fahren. Für ein Paar, das eine schriftlich fixierte Gewährleistung oder eine ausdrückliche Regelung zur Ringgrössenänderung braucht, bleibt das bei Lesunja offen und sollte vor der Bestellung direkt geklärt werden.

Unser Fazit

Unter dem Strich ist Lesunja ein eingespieltes Familienunternehmen mit eigener Werkstatt, einem konkret benannten Verlobungs- und Trauringangebot und zwei nachvollziehbaren Adressen samt übereinstimmenden Kontaktdaten in Zürich und St. Moritz. Die kleinen Unsauberkeiten im Online-Auftritt, von der vergessenen Platzhalterseite bis zur unklaren New-York-Erwähnung, ändern nichts am handwerklichen Kern des Angebots: Das Unternehmen selbst geht auf 2006 zurück, die heutige Adresse an der Europaallee kam 2013 dazu und ist seither unverändert geblieben.

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